Geschichte

1922 baten die Bauern Ahmsens die Maristenpatres in Meppen darum, ein Kloster in Ahmsen zu bauen. Ein Tannenwald in der Dorfmitte und 14 Hektar Ackerland wurden zur Verfügung gestellt. Die Ahmsener wollten Seelsorger im Dorf, die sich besonders um die Kinder kümmern sollten. Nach längerem Überlegen sagten die Maristen zu. Es wurde das Kloster gebaut.

Ab 1925 wurde das Kloster als Ausbildungsstätte für Maristenbrüder, später zusätzlich als Noviziat für die angehenden Patres genutzt.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Haus von der Gestapo beschlagnahmt und die Maristenkommunität vertrieben.

Doch bald nach dem Krieg konnte es seiner ursprünglichen Bestimmung wieder zugeführt werden. Die Maristen kehrten zurück. Das Haus war zunächst Noviziat, öffnet sich in den 60er Jahren für Tage religiöser Orientierung für Schüler, später auch für andere kirchliche Gruppen – bis es in den 90er Jahren ein offenes Haus der Begegnung wurde.

2007 übernahm, weiterhin unter der Leitung des Maristenordens, das Bistum Osnabrück die Trägerschaft des Hauses.

2010 gaben die Maristen die Leitung des Hauses ab und die Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL) übernahm diese. Aus dem „Haus der Begegnung” wurde das „Exerzitienhaus Ahmsen”.

Zum 01.01.2019 wurde das „Exerzitienhaus Ahmsen“ zum „Jugendkloster Ahmsen – Bildungs- und Begegnungshaus“. Das Haus steht im Besitz des Bistum Osnabrück und wird geleitet durch den Verein „Marstall Clemenswerth und Jugendkloster Ahmsen e.V.“. Wie schon zur Zeit der Maristen ist es ein offenes Haus für junge, aber auch für junggebliebene Menschen, die sich, anderen oder Gott begegnen möchten. Das Haus bietet eigene Veranstaltungen unter anderem in den Bereichen „Jugendspiritualität und Jugendpastoral“ und „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ an und dient besonders als offenes Beleghaus für die Jugendarbeit des Bistum Osnabrück, für Schulen und für alle weiteren Interessierten.

Dazu gibt es eine nette Geschichte:

„Spökenkieker Hermann geht von Vinnen nach Ahmsen. In der Abenddämmerung sieht er das Dorf. Nun ist er bald zu Hause. Doch was ist das? Ein großes weißes Haus? Mitten im Ahmsener Wäldchen? Das kann nicht sein! Dort gibt es kein Gebäude. Dort hat es nie eines gegeben. Dort stand immer nur der kleine Wald. Hermann ist sicher: das muss ein Zeichen sein. Was er heute sieht, wird sich irgendwann erfüllen.“

Weiße Häuser gab es damals im ganzen Umfeld nicht, sondern nur die üblichen roten Backsteine. Als schließlich das Haus gebaut wurde, war es aber so, dass keine roten Backsteine zu bekommen waren. Gebaut wurde ein weißes, eingeschossiges Haus.